wohin du langst, vorbote

„als wenn die taschenuhren die zeit (…) anzeigten, ohne ein uhrwerk zu benötigen, oder als wenn die mühlen das korn durch eine fraktive kraft mahlten, ohne so etwas wie mühlsteine zu brauchen“.
gottfried wilhelm leibniz

und das wörtliche rote garn. in die tür geklemmt und weiters ins gartentor, an der garnrolle ausgeht. als habe sich das garn verlaufen und ich folge ihm. dass das nehmen ein geben ist, in keiner hinsicht ein tausch. nach dem „bildungstrieb“ (hölderlin). und aus der versteinerung, die welle. in der spanne ihrer natürlichen bewegung / woge. meine sprache, mein lieben / ausleben (ableben?). dieser walzende vorgang des abriebs. nicht etwa glättend – vielmehr ein aufschrubben. „das seitwärts und rückwärtsgehen der ströme“ (s). ich meine, die seligkeit steht uns nicht. und im vordergrund / zu füßen der maria & des kindes und deren geleit = engel (the backstory), liegen die ebensolchen vor den helfern. ewiges fortgesetztes fraktal = stereotyp der wiederholung, das währende mantra: „ich habe wider dich, daß du die erste liebe verläßest“. und dein vielfaches gesicht. wohin du gelangst / langst. dein diebstahl, der kein diebstahl ist. und, dass dir der vermeintlich große fisch die angel abbiss im glimpflichen triumpf. was alles zu dir kommt / du erbeten hast. now there is this border inside. hinauf rennen, zu der aussicht, rasend eben, sagst du. oder, was der weg braucht. sein speisen. im dreimaligen auftreffen. what you tell us / what you are. und darunter der immergleiche mut, als vermutung. „der vergöttlichte mensch kehrt als der vermenschlichte gott zurück (… ) tausendfach“. (s) ehe ich mich bekenne, bekenne ich dich meinerstatt. zunge der eidechse, die mit nachgewachsenem zweitem schwanz, des lebenslichtes. und in buntem aussehen / mannigfaltigkeit aus kontrasten, der vorbote. ich meine, sanguinisch, „nach der luft“ (böhme), leicht beweglich und berührbar, d.h. der wege schlingen und schlurfen / „reaction“. „in der besondren richtung, die wir nehmen“ / in einigkeit des „ursprünglichen grundes“. und im zusammenkommen an der tränke, „des steins zertheilung in die vier elementa“ und ihr weggehen in die vier richtungen des himmels. „brauchet aber stiche der fels“. (h, remix) ich meine, sein samt.

(s) sattler von hölderlin

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herkommende hingehende

„was blieb erhalten? – alles.“
marina zwetajewa

und dann hält alles an, in eine zweite oder wievielte zeit / zeit in der zeit. das aufreißen eines wirbels / interupt. und die herkommende hingehende, niemals zugewachsene wunde bzw. in der nähe der einen schwelle, die von beiden seiten begehbar ist. nur durch einen leichten vorhang getrennt. sie wiedererinnern. und wie der text rumgeistert, bis er erzählt werden kann. und diese insel im ausguck an schwemmholz, welches sich zusammentat mit einem aufrechten stecken inmitten. und der helle streifen, der über den see horizontbreit. solche ankündigungen. des anderen im einen, haut an haut. und mit riesenschritten / erschüttert. betropft von weihwasser. bleiben und durchgehen, neu aufklaffender refrain, ein noch langsamerer. mit den lettern draufstehend. „meine seligen hyroglyphen“ (z). ich meine, immer wieder diese echten stories, von vorne, am bug aus, in den atem. und sie sind genauso tragbar. zeigen da hin, des aufmerkens.

dem stimmen

die melodie als ein wiedererkennen / wiedereinschreiben (cixous). nebeneinander. „behaving as the wind behaves / no nearer“ (eliot) und ihr sagt mir, jeder in ein ohr, die freude (joy / enjoy) selbst sei der dank. diese nachgereichten einträge / erträge, die guten, eingesogen = fullfilling. your smell / spell / mit dir. im bewährten das bewahrheiten. sätze, dem andern über die schultern legen, dort wo früher ikarus die flügel wuchsen, sagst du. „mit welcher hartnäckigkeit ich mich darauf verwende diese geschichte zu begraben während ich mich darauf verwende sie einzukreisen.“ (c) jede der geschichten. stone images. und das bild deiner hand, deren zeichnung. wie das kind auf alles zeigt. dir immernoch? knäuel der schwalben (exemplare), ich meine unter den gästen / den bewohnern der szenen. einer gestimmtheit / dem stimmen. wenn der wind fragt. wenn die schiffe eintreffen, ihr näherkommen.

du, der mein geheimnis

und an der lautesten stelle, das yspilon des wählens wieder, seine gabelung kufen im teer / als ein erreichen. dagewesen, am seeweg. das symbol des mühlrads, dessen wuchtung und zähe / im malvorgang und selbstlaufen. und euer aller hall. der ausgeschriebene name / kugel sich gleichender. und da, gesichter in ihrem gemisch von nässe. dass wir unsere musik / mystik / lebensgeheimnis führten: du, der mein geheimnis in sich trug. altes flüstern verschworener seelen. in unserer schule und demut. dass sich niemals das gleiche wiederholt, sich ergänzt. ich meine, der schwan und seine show: seine größe. und festerer irrer boden.

nur die am boden klebenden dinge

dieser niederreißende regen / getroffenwerden von den brocken des hagels, in einem bombardement. dass die gefrorenen steine auf dich hernieder, gerade auf dich, dich nassmachen und bedeuten, ihr meinen und prophezeien. spürst du die briefe. dass alles so kommt. durch schlammige pfützen waten, mit dem skill der tiefsee. der unendlich weite und brüchige gang. und das beugen über die bücher wieder und die blaublutige tinte. ein kleiner platz. und dass am morgen dieser überschwang des wetters wie ausgetrieben, sich zurückgenommen. selbst die vögel, als wäre nicht ihr zittern gewesen. und nur die am boden klebenden dinge, die im sturm durcheinander, sind so liegen geblieben. die blauen flecken. in ihrem bild. und schon sind die besen und die aufrichtenden hände in ihrem wiederherstellen und gereinigtsein. und die angelassenen motoren, die den tag wiederaufnehmen, wieder den selben ewigen tag verrauchen. filling out your only form. dies andere leben, sagst du, und, dass du dir selbst nicht trautest.

acedia

„die verschütteten gläser (…) oder wogen von tusche, tinte, was weiß ich, untergegangen in strömen von vergessenheit (…), wie tosende wasserfälle, von der spitze des berges stürzend (…) und alles, diese quelle gluckst“
friederike mayröcker

kore, der augenstern. ich meine, das schreiben ist der einsatz. bereitgestelltes interieur / der universale stift. die anfänge. kreisen und wiederkommen. sich zusammensammeln. in der schönen acedia / separierung. hinter dem scheibenwischer, der den takt gibt. kontakt des blinzelns. ich meine, das sinken und von da aus weiten = anwachsen der gewebe, des flugkörpers. und angefüllt mit winzigen fokussen, stäubchen in ritzen. immer auf der jagdweise, nach den nahen kontrasten: deren berühren in abdrücken. from the faun / durch die wälder streifend und triefend, der heimkehr / in den wipfeln das nest. dessen gefährdung. „that we really built that love into these things“. aufheben und anmichnehmen von spiegelglas. in einem teil, mein sich sehendes auge, der scheitel. bold, in goldener schrift. da war ich. anwesend und abwesend zugleich. und diese beständige brücke, ihre möglichkeit des bundes. schmecken von erinnerung in allen zellen, den reichen zellen. sortierte hefte. das bevorstehen, großnehmen und größerwerden. und im riesigen atem. wischen über das schon blank gewischte fenster. dem vertropfen von zeit, ihrer symmetrie, ihrer stränge / strangulierung. und immerwieder ein auftauchen und prickeln auf dem gesamten tuch der haut.

dies aufstehende blicken

„keiner von uns ist je am selben ort in dieser szene.“
hélène cixous

in a bullet proof vest / streifend, der schweif und das gleissende licht schwemmt meine utopie. die morgenandacht, „vor dem auge der seele“ (kierkegaard). sei so, sagst du. sei dort so, und mit mir bin ich. im wegwehenden blick. ich meine, don’t lose your trust. da, hinter der voyiere, dem sichtschatten. „es hätte so wenig bedurft, des kleinsten rechenfehlers“ (derrida). wanderer durchs wilde maß, der schritt / scherenschnitt. ein entschwinden, ins trockene laub vielleicht. und schutzbefohlen, sagst du, die schutzhand über dies aufstehende blicken, welches sich selbst nicht begrenzt noch schützt: vulnerable. im „schatten eines traumes“ (mayröcker), the serpents. und vorglänzend die lackschuhe, des geduldigen geheimnisses / sekret / „verborgenen irrsinns“ / „lenkt es unser ganzes schauspiel“. (c) und der käfer als knopf an der jacke. taubheit oder abwehr oder flucht, es ist immer ein abwägen, sagst du. ich meine, dieser gläubige wind. seine anmut des beständigen / aller rituale. des niemals müden windes, sein auferstehen und wickeln. und wurzeln der platanen im steingrund. und wenn eine welle überschwappt, und mit ihrem maul danach greift und was sie dann ausspeit. ungetüm in unseren adern und in unserm puls. ein jeder tag gesondert und weitläufig sich einbeziehend. in reihen, in runden, die hymnen. „ich habe meinen widerständen immer heftigen widerstand geleistet.“ (c) ich meine, die schwalben kennen den kirchturm, die schwalben haben in der kirchturmglocke ihren verschlag gewählt. in ihrem wenden der wände. das in-einem-fort-spielende epos / hop on hop off und doch niemals auch nur von der haarigen linie weichend, wie das kind auf der linie, die umrandung / umwege der ameise.