in ganzer größe, sowas von faltiger stoff

die hunde heulen wieder den vollmond an, diese explosionen im text = das öffnen der ganzen knospen, bzw. askese ist ekstase. und diese art weiblichen schreibens in persona = sich meinen und verleumden im sinne einer radikalen offenwerdung. bzw. das feuer, „erst in uns“ entzündet (devi). in diesem post-rassismus, „welcher der rassistischen vergangenheit und gegenwart allzu ähnlich sieht“ (nelson). ach, unsere diffusität. und eigentlich willst du ja erkannt werden: auf der großleinwand sogar bist du zu sehen, in ganzer größe und nicht im schränklein baumelnd (weisst du ja). es ist das zerkräuselte blatt, blätter die seite um: da bist du dann im richtigen licht. wie vom weihwasser (rein)gewaschen. und jubilate und das zirpen der vögel, der wiedergefundene tag und das jeden tag. bin immernoch blauäugig, wie man sagt. und so eingestellt auf ein gutwerden. „ein werden (aber), in dem man niemals wird“, vielmehr als „bestimmtes wenden, ein wenden ins innere“ hin (nelson). und mit einem fuß steht der frühling noch im winter. und dein „meerblick“ = blickend auf das am meer sein wollen. und dass die richtung immer richtig ist, wie der name schon sagt. wie ich, das kind, z.b. ganz aufgeregt darüber war, auserkoren zu sein, mal die ausformung einer brust (das war das ganze bild) zu haben. „die liebe, die man besser vollzieht als über sie spricht“ (ponge). so ist hier (in unserem stück) eine große auslassung (platzhalter) = platz frei für alle phantasmen, doch vorerst noch der bühnenaufbau: „alles zu sagen zu haben“ und „anders zu sagen“ (so ponge). streiche das wort „herausforderung“ aus deinem repertoire, dieses fremdwort: wiederherstellen wollen einer normalität = glattbügeln. und, was ich eben meine ist: dass das ziel von schlenkern nicht das gleichgewicht sein kann, sondern das schlenkern selbst (sowas von faltiger stoff, und genau gut so, diese romantik des faltenwurfs), auch wenn das zum gleichgewicht führen mag. beiße dran rum, ist ein verbeißen und wie genau ich wohl rankomme an diesen glitschigen kern, ist eine angelegenheit der statik = etwas kann so stehen. bzw. lieber fordere ich dich zum tanz auf. und nichts liegt mir daran, zu wissen oder zu verstehen, als ein dahinterkommen, das eher flächig ist. was ich immerzu anstrebe, ist zu kennen, und das könnte etwas pieksen, nämlich es ist ein reingehen, unter die haut und unter alle häute, diese sind kein schutz. so eine sorte eindringling, dem man sich aber ganz freizügig überlässt, weil er so gutmütig ist, d.h. selbst nicht zu retten.

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transition, das timbre dieser stunde

„ebenso bereitwillig von einem empfinden des und, des wenn, des aber und des durch sprechen, wie wir von einem empfinden des blauen oder des kalten sprechen.“
maggie nelson (nach william james)

ein innehalten an dieser stelle: knausern und zaudern und auch wenn ich immer weiter schreibe, ist darin enthalten, ein ende zu finden = das ende zu tun. was vorgegriffen wurde, fügt sich wieder ein in die zeilen. ein „eingezäuntes stück land“ (du), der text. stehe noch an der fliesenwand einer unterführung (uraufführung), unter gleisen … das ist wohl die freie wahl, die wir haben: sperren oder durch gehen (das bild von durchgehenden pferden). und, dass spannweite da näher ist bzw. wie weit ist ein entrücken? und der geruch nach haut und bett und das gebären, eine krönung? minimalistische pfeilspitze, dieser weg, bzw. was schleppen wir noch mit an ungefährem? und wie ewig geehrt neben dir, so nah am zentrum sind unsere mienen, dein großes sehen, bin kursiv = geneigt, wie die hälse von blumen im wind gestrichen und immer in einer gnade. rot ist das feuer das ich hege, ein erröten (rouge), bzw. mein angeschaltetes öfchen. und in einem fädeln, noch niemals sind richtige schwierigkeiten nachvollziehbar gewesen. ein chemisches reagieren. und die dichte von intimität (rekapituliere): „dann ist es (name des kindes) körper, der meinen hält“. und ein „narziss von briefeschreiber“ an das „nichts am ende des schreibens“ = im selbstgespräch, bzw. die summe aller briefe. und das „ich des anderen“ fällt zusammen mit dem „rest der dinge“, insgesamt als eine „fremde masse“ (nelson). aber, wie ich in dir wiederkehre. und heidegeers „zeug“, lieber wäre mir ein schmelzen von außen und innen, barrierefrei. und darin ist die poesie, dass du runden drehst, d.h. die fluchtlinie wird zur kür, ist verschnörkelt = looping und das drängen, dieser zeiger. und am mischpult: rauschgeräusche, schon über das intro hinaus? innere rötung, begehren oder begehen? und ich kenne noch deine adresse, dein ausgeschriebener name und stehe zuweilen unter deinem fenster, ein stummes aufsuchen = baden „in der stummen welt“. „geladen wie ein revolver, voller samen, müssen wir uns entfalten, entwickeln, die welt, die uns umgibt, erzeugen“ (ponge). und dieser strang, der so wuchsfreudig anhob. sowieso, er wächst weiter, es kommen kinder trotz aller maßnahmen. ich bange nicht, denn der schlenker ist enthalten in der weissagung (oder im wahn), bzw. die weissagung ist der wahn? und wenn sie stimmt, so stimmt auch der wahn. so könnte das schlenkern schön sein. „sowohl als auch“, und wie unwirksam es ist, dem schlenkernden gleichgewicht zu verordnen. bzw. transition: „woher komme ich und wohin gehe ich?“ (blackbox, leipzig hbf). „ich bin nicht auf dem weg irgendwohin“, sagt harry, auf einer wegstrecke = unterwegs, ohne navi: „ein umherschweifender körper“ sein (zevallos), das ist tanzbar. und im „allspace“, die vorzeichen der vogelschau (jandl). an diesem punkt, an dem der vollmond und die nachtigall zu gleichen anteilen sind. ist es die mutter, die das kind singt? (dana ward) und das schreiben, ein ewiges „objektspiel“ bzw. „spielobjekt“ (ponge). „the end is in the beginning“, ach, ewige verwurstelung = relativität. und es wird lichter und lichter und es wird wärmer und wärmer, das ist das timbre dieser stunde, „es ist der ton, es sind die farben, die fahne, es sind die weisen“ (ponge).

ein zieren dessen

leeres blatt, heisst es da. die molluske, einmuskelige „türangel“ oder „farbe in der tube“ (ponge) = am stück bzw. artaud sagt: der mensch als „opaker block“. und „keine chance, sie lebendig herauszuziehen“, also ohne ihre verpackung = schale, welche inwändig perlmut bestrichen, was er, ponge, einen heimlichen „schrein“ nennt = liebkosung der schöpfung. und in der gattung der gewebetiere, auch „urmünder“ darunter = üppige würmer bzw. wänste. und dein „unlesbarer mund“ (artaud). und ich bleibe ewig der schoß des kindes. „heraustreten ins tageslicht“ bzw. gehe raus zu den vögeln. sage dir, wohlwissender, du verstehst genug. denn es ist keine grenze vorausgesetzt, und wo beginnt und endet unser land bzw. wo sind wir gelandet? oder per swoosh auf der deterritorialisierungslinie. und dein das-so-sehen wirkt nun verstärkend, dass all dies durchaus bevorstehen kann. und dem entsprechend ein entwirren = entfesseln. doch du kannst bestehen, bzw. wo du hingestellt bist, fülle diesen platz aus (= „wunschlos“), bzw. „akte und texte“ und diese schraffur der ankündigung: ein vorzeichnen und anfeuern und allmacht. bin aus glibber, beharkt, d.h. mit der harke auf grund schrammend, das erzeugt so ein klirren, das meine gespannten sehnen instrumentalisieren. und jede narbe ist ein unikat = zentral. ich habe zwei narben am kinn, an diesem fordernden kinn. ich zeige dir meine narbe und du mir deine bzw. wir zeigen uns, wer wir noch sind. und so beginnt das beziehen: mit dem erzählen. in diesem traum heute, der orang-utan, warst du das? und wenn zeit eigentlich kein fortschreiten ist, heisst das, wir sind schon längst da, oder haben das möglicherweise schon wieder verlassen. soll heissen: wir haben schon gelebt und sind wohl schon gestorben. und diese einsicht hilft nicht wirklich, vielleicht ist sie beruhigend, in sofern sich unser zögern relativiert: ein zieren dessen, was schon (längst) ist. das künftige scheint im gedächtnis zu sein, d.h. es ist mir, als würde ich mich daran erinnern. und eigentlich möchte ich dem zeitraum nicht entgehen. ich sage dir, ohne mich wirst du hochstürzen, du pirschender, mit dem überlegten stoß, während ich mich weiter voranschraube = -schreibe, ganz närrisch bzw. hingezogen. aber du sagst: von dir will ich nichts hören, wenn dich meine beute hört. und verheddert in vergleichen. was überhaupt lässt sich gegeneinander wiegen? jedenfalls ist entscheiden grundsätzlich unangemessen. und es ist die „lust an der ewigen fortsetzung“ (geser), welche so oft vergessen wird. schon allein dass wir am abend ein erwachen voraussetzen, da beginnt womöglich der fehler. und ich kann dem kind keine regeln erklären, weil ich sie darunter vergesse zu kapieren. was ich mich frage ist: lief heute schon regen von deinen haaren runter über dein gesicht? und der rest ist schweigen.

feu follet. pur und in echtzeit

wasserflecken_kl.jpg„zwar betrachtet er die mimose; er betrachtet sie aufmerksam und lange. aber er weiß bereits, was er darin sucht. der kieselstein, der regen, der wind, das meer sind bereits wie komplexe in ihm“
jean-paul sartre über francis ponge

in einem fieber dieser tiefsee. und alter sartre und ponge und sie alle kommen und erklären mir, was die worte wollen und können, wo ich gerade stutze. und dieses bild vom sprechen und speicheln bzw. ponges weichteile, „molluskeln“. und der spielergeist steckt jetzt im flaschenhals und heute eine vielfarbigkeit oder in der schleuse. manchmal trauen sich die sätze auch schon eine länge zu. wo sie sich hinstellen und hochgreifen aus dem gefälle bevor sie sich selbst verzehren – ein strohfeuer der papeterie, das du „flackern“ nennst. wenn auch willkürlich, sofern irgendetwas willkürlich ist. irgnoriere die möglichkeit von fundament, so gesteinstreu, welches ein kundgeben schon befestigen würde. und der gehalt, z.b. im pompösen, dass darin eingeschmuggelt, jenes „unaussprechliche“ und es schwimmt immer mit in deinem „kielwasser“ der worte? was da in mir verbaut ist bzw. du kannst nichts falsches sagen. es bleibt also beim instinktiven schnüffeln: dem „fordern“. und wo es mich betrifft ist auch die sprache noch. und ihre grenze ist wie die grenze meiner haut: zwischen mir und nicht mir: du, da sickern wir ineinander. „ich spreche und du hörst mich, also sind wir.“ (malherbe) und wittgenstein sagt, jenseits der sprache beginnt das, was bloß geschiet. und wie ich hänge an dem auslaufen von z.b. form = als möglicher schauer und sein verdunsten und verrotten ist die stelle. und damit meine ich nicht etwa patina. eher schon platine: es ist immer das lautmalerische kitzeln, welches beides enthält, das lachen und das wehtun. und „die haut, (…) eine ungewisse grenze, die nur mehr flimmert“ (gwenaëlle aubry). und du da, in deiner zelle einsitzend, die ein zirkel ist. wo kommen die steine deiner mauer her und aus welcher sorte stein? ich denke an das meerwesen. und schon ungezählte tage dies stürmen, langatmig und mit einem eifer rumwühlend und zerzausend und noch feiner als nieseln. und die tiere hier verstehen die scheibe nicht. und wie sich zuvor schon der raum freigibt für das nächste, was eintritt. und urköpfig, sozusagen jenseitig und brustschaukel und so ein nachbrennen. und wie ich immerwieder pausen anrichte, dabei werden die ganz schön hungrig. aber dort erfindet sich der rhytmus. und dieses zuspiel von gegenpolen = zerreißproben, wir flutenden magnete. darf das größer werden und sich aufbauschen? bzw. ganz morphisch, muss mich erstmal an den luftzug gewöhnen, der durch die aufgestoßene tür (abspaltung), an welche sich noch kein begehbarer boden anfügt (als ein terrain). und auf der schwelle die furcht, zu bewerkstelligen oder überspringen. und dieses feuern, das zündelt und ganz schön gefährdet, bzw. das ist keine alternative. und diese abgeschnittene baumwurzel (d.h. herausgegriffen) im greifarm des baggers, so dermaßen eindrücklich = eingeschrieben. und himmelei, verkohltes schlüsselbein schon. und ich weiß nicht, welcher ort in unsere geschichte gehört. „was (innerhalb des wassers) wieder auftaucht ist die frühere zone, der alte teil, merkwürdig unversehrt, kind, tier, pflanze, man weiß es nicht“ (aubry) und es ist diesselbe schaurige liebe = ein becken, das sich schwenkt, bzw. am ausbluten oder das universelle fürchten, ist mit einem ekel identisch. der ekel eines um sich greifens oder angestacheltseins bzw. affron. und wieder die taube, wie sie sich zeigt und in diesem raum von bücherregalen und treppen sehe ich nur bücherregale und treppen, bzw. meine verflochtenen beine, im bauch des seeungeheuers usw., so ganz schön jetzig und hitzig, bzw. „die einzige wirkliche fluchlinie“ („nachts, wenn möglich, wenn der horizont weg ist?“) bzw. „man ist ein seiltänzer, der schritt für schritt sein seil fabriziert, ein königskind“ (aubry), so spinnenfädrig und dieser längere schwips war ja nicht zu halten, da haben schritte gefehlt. bzw. ein update inline vs. deine leibhaftige fantasie, nicht etwa verwegen sondern voller schwemmgewalt = ausschließlich geboren und vervollkommnend, was heisst: voll nehmend. und ohne die anstalten. gewöhnungsbedürfig in konsequenz und komprimitieren. habe mich so sehr daran gewöhnt, dass mir jeder normative umgang aufstößt, weil die kompliziertheit mangelt und ich füge dann selbst kompliziertes hinzu. zu simpel, wenn man sich verständigen kann. bzw. ich atme dieses reiben und erschüttert werden als natürliche luft. verkoppelt verschroben mit diesem text = couple, in eine „von irrlichtern durchsetzte nacht“ bzw. „das leben ist schön, alain“ (feu follet). ich will das pur und in echtzeit. und „schreiben, um (…) einen ort zu finden zum sein (…) mit weitgeöffneten augen (…) und dann nichts begreifen“ oder zugespitzt und wahnhaft, bzw. „münder, die sich kiemengleich öffnen für fremde laute“ (wieder aubry).

jeder teil ist sein raum

„obwohl mein wald auf mehrere güter übergreift, ohne vielleicht ein einziges völlig zu bedecken, und mein gut in mehrere wälder hineinreicht, ohne vielleicht einen einzigen völlig zu enthalten. und das eine schließt das andere nicht aus.“
antoine saint-exupéry

in angesicht des feuers. der schatten ist schon ungetrennt mit dem schatten des baumes. und dein rot des pandas bzw. wie du es nennst: skelett der bäume. weil wir über den film reden. ich traue der stimme mehr, vielleicht weil handlung immer so geübt ist und ich selbst einen film nur lese. die schwierigkeit ist, dabei zu bleiben, wenn alles immer löchriger wird und unter dem versuch einer ausarbeitung zurückweicht. d.h. der text entzieht sich selbst den boden, das hat was mit stabilität zu tun und da ich den scheiternden stoff bevorzuge, dem man z.b. das gegensteuern ansieht, passt das ins konzept. damit mache ich es mir auch leicht, aber geschichten bzw. diese anekdoten sind mir oft zu riesig, da komme ich nicht mit und wähne immerzu den menschen, der die figur einstellt, dessen schlagendes herz. und im „kreis des auges“ und „kreisende kräfte“ und „als kosmischer punkt“ (klee). das sind situationen von linien, z.b. „einstimmig“ oder „mehrstimmig“ oder die „unterbrochene oder bei mehrmaligem halt gegliederte linie“ oder sterne = „punktsaat“. und mit einer deutlichkeit, die taube ins bild = eine unterstreichung, im zuge von vollbringen. und „gleichnisartig“, dieser bildhafte aufbau, ein schöpferisches „beispiel“ oder der mond hinter servietten, ist ein landvergnügen. ich meine, „punktili“ und „girolí“, geklopfe und gekritzel: das sind „erstfiguren“ (arno stern) der ewigen formulierung oder ein „koboldartiges kichern“ über die „letzten dinge“. du sagst, im „spiegelsaal“ und ebenbild des sternhagels, bzw. wie ich in den raum falle. jedenfalls gebe ich kein alibi, d.h. ich läute zur pause, bin flüssiges horn. und da ich nicht weine im gemüt, zucke ich also, das ist mein züngelnder brennofen bzw. ich bin ein vom exorzismus besessener. und das ergibt schon einen sinn, wenn „die unendlichkeit keinen bestimmten anfang hat, sondern kreisartig anfangslos ist“ (klee). und dass vögel auf den dünnsten ästen schlafen, die sie gerade noch so tragen. und ich sage dem kind, das ist alles der eine wald, unterbrochen von strassen und siedlungen und feldern und wiesen und strommasten. und es sagt, nein es sind drei wälder. und ich merke, wie unbrauchbar kriterien sind. bzw. zusammenleben ist eine koalition. für exupéry z.b. ist ordnung eine einheit von „zusammenhangslosem“, ein nebeneinandersein = gemengelage und jeder teil ist sein raum. so der bussard und die taube gleichfalls in meinen selben himmel mit ihren botschaften. und exupéry, fliegend und was ändert sein absturz daran, dass er immerhin geflogen ist. ich komme darauf zurück, „wir durchqueren einen ungepflügten acker (fläche von linien durchzogen), dann einen dichten wald. er verirrt sich, sucht und beschreibt einmal gar die klassische bewegung des laufenden hundes.“ (klee) soweit die sich zeichnende linie. entsprechend dem flackernde cursor am ende der zeile. aber in diesem jetzigen zustand, da ich mich im raum um die linie befinde atmet der raum laut und der atem hallt.

in seinem atem und seinem schweiß

so nah dran an gesine cresspahl. wie ich sie schmecke. „weil es von dir ist“. du sagst, „drive auch in der kurve und die passstrasse hoch“. meine kurverei bzw. die kurven umrunden, lauter stolpern und ich schneide den film zusammen, ein hingestellter batzen kurvenstücke. dass auch für uns etwas gilt bzw. rettung naht. du sagst, springe auf meinen rücken. das ist so eine alte mühle, weil die füße zuweilen müde sind. ich reiße die verteidigungsanlage ab, welche als technisches gerät sowieso immerzu störte, bzw. schäle meine ausrüstung, diese zählige haut = präservativ (vorbeugend), und verbeuge mich lieber. zur genese des eigenen versauten landes = „und er rief (…) in der wüste (…) worte“. es ist, als teilte sich das grade ganz von selbst, zwei auseinandergehende zeichnungen, so leicht = in zeichensprache. und wie wir mal hauseingänge sammelten, zeige mir, wo ich mich wieder einwickeln lasse. ach, ich will mich nur retten. aus dem schweigen, das nicht hält – sei doch lose, sagst du. und inbild = das abbrennen einer strohfigur und das feuer flog auf im winde über die felder zum wald hin: sein rauch und seine funken = reliquien, die es zerstäuben, dies explizite höllenfeuer. und unsere unpraktische autarkie, ich meine, dem rande zugeschäumt = im schaum des randes. immerzu ein ausweichen vor dem kodex des müssens, der aufweicht. und immerhin die gerüste des kodex noch aufrecht stehend, wenn auch die idee innen fault. d.h. mit klammen atemzügen schnaubend und im erholsamsten fall sinds tiefe seufzer = atem schöpfend. und aus dem wegdriften freie radikale = eine bestimmte immunität. wie auf offenem meere, auf ein land zu und wo land in sicht kommt, ist es das land, von dem man einst sich abstieß, bloß das anderseitige ufer = heimatlogistik oder das panama in uns usw., einmal um sich selbst gedreht. und welcher ort, an dem all das abblättert? es braucht einen zellstoff, dank handke, mit 5g in die galaxie, in der auch ich beheimatet bin bzw. ihr angehöre. dahingelangend mit verbundenen augen und zigmal gedreht in verwirrung des weges. bzw. wohin ein einzelnes bild zeigt. z.b. der „überlebende“, von der tsunamiwelle mitgenommen, die hand eines anderen in seiner hand haltend und dieser punkt des aufgebens der anderen hand bzw. des haltens dieser, ist das rohe grauen, diese ur-geschichten, die reißen eine tür auf, ganz ungestüm oder als ein hauch, eingeatmet bzw. wir kennen das programm schon. und ist die story immer über dem bild (aufsteigend)? bzw. macht größer, was man mit bloßem auge nicht sähe? z.b. gesine cresspahl zu leibe rückend, ich meine, ich kenne ihre schuhgröße und das bringt mich ihr nicht näher, aber in seinem atem und seinem schweiß ( = form von gewalt, form von liebe), als er den text sich aus seiner rippe, bzw. dieser eindringliche geruch im text, der ein eigener körper ist, an dem ich sauge. und sehen wir das bild eines atompilz, das ja nur schön ist, als eine recht neutrale wahrheit. bzw. daraufhin unser beschädigtes bild, ich meine, mit dem augenaufschlag da und immerwieder enthoben als plain paper = eine spielfläche. z.b. bald lösche ich meinen paypal account. mit einer leichtigkeit, im gedudel, bzw. alle tage, in allen zuständen, mal gekräuselt z.b. … und zugige fenster und wo der äußerste regen so dermaßen greifbar ist, ein ort, der einen gerade so vom draussen abhält, mit seiner membran = pergamenthäutchen, beispielsweise akustisch in schwingung zu versetzen, bzw. ich verschachtel mich in en·zy·k·lo·pä·dien und der „mond der knospenden bäume“ bzw. kreisender bussard, und immer wieder das bild: ein aufstehendes buch im aufstehenden buch usw. und eigentlich ein stochern nach geschmack. siehe dein sinnliches tupfen bzw. die tote giraffe, die mal ein drache war. du spuckst die worte wieder aus, die das fest machen wollen und brauchst keinen aufpasser, denn es gibt nichts zu befürchten. du selbst willst die sorge tragen: ein dir anvertrauen.

von füßen an in der richtung des kopfes (zenit)

Bildschirmfoto 2019-03-07 um 07.03.36„du hast mich nirgendwohin geführt.“
„denn du brauchst wirkliche pfade mit gerade diesen windungen, gerade dieser erdfarbe und gerade diesen rosenstöcken an ihrem rande.“

antoine de saint-exupéry

das hört nur auf, weil der durchgelaufene sand einer uhr. und ist das schreiben, wie du sagst, eigentlich ein „annulieren“? ein fallenlassen, indem ich es anfasse, also nicht etwa domestizierend. bzw. „der wald war durchsichtig“, nichts löst sich gerade ein. und erwärmter himmel und der neustart des einen morgens: wind fährt mit schwung über die tannen. was ich mir wegnehme, bzw. was ich anfüge … gewissermaßen herauskatapultiert oder mitten in einem warten und niemals bereiter bzw. in einer dynamik, ein ewig sich forsetzender d.h. immerwieder aufgenommener kuss, als eine verknüpfung und ebensogut entlassen. vielleicht ist diese umarmung darstellend und wir sind unbekannt und werden darunter immer unbekannter. aber es gibt nur das „bittere“ und „süße“, sagst du. ich weiß, dass du permanent bist und mit einer intensität und ich weiß von deinem geheimnis, das gilt und das alles beinhaltet. und immer das richtige wort ist genommen, ich meine, ungeachtet der bestehenden form = salopp gesagt oder der schmuddelige wiedehopf, ein so strammer fächer, ich meine, der narr ist möglich. bin eines taumels, ins schwanken geratenes null-nivea als grundton und also nicht begehbar. auch ohne schmecken, was mich suchen lässt, nach diesem abwesenden fordern. und wie du in meinem ewigen blick geschwommen, bzw. ist alles verwässert: bin unterwasser. wir und unsere chronik und bis ins fundament („nadir“), so vollkommen nah und beherrschend die finsteren wolken und trotzdem gefüllt von singvögeln, der wald. und fraktale= wie ich erbe und vererbe und bild deiner schulter mit schneide, d.h. schneidend in den raum. und erst das abwesende wird anwesend und im rhytmus aller zeiten und immerhin salopp gesagt, ich meine, da stehen sätze rum. lege den elendsmantel ab, dieses gemachte bühnenbild, ich spreche dein mantra zuende. und ballongroß unterwegs unter steinhagelruinen, inmitten zementierter gesichter, das sind diese orte = passagen, an denen ein durchlaufen, d.h. rumoren, wo man stehen bleibt und die möglichkeit eines kusses, als angehaltene panik. und immerwieder ein sträuben gegen entscheidung, als resultierend bzw. gemacht: ich halte nichts lebendiges für dermaßen architektonisch und das erinnert mich an die kanalisierung von flussläufen. immerhin steige ich auf den höchsten baum und schaue ein stück weiter. und dann ist ein zögern (= stoppen) oder trauen ( = zulassen), ein bestimmen von tempo über das betreten einer sich darbietenden gegend. was ich sagen will ist: stoß mir zu und öffne mich, mit allen verwirklichungen von magnetismus bzw. wieder antoine (in uns, der kluge prinz), die „ausdehnung von kraftlinien“ bzw. unsere steine zu säulen, gekrönt vom „licht des tempels“. so, inmitten persönlicher rundung = im zenit und die blutigen = blauäugigen herzen geballt bzw. involviert.