RESET

„felsen waren da / und wesenlose wälder. brücken über leeres / und jener große graue blinde teich, der über seinem fernen grunde hing / wie regenhimmel über einer landschaft. / und zwischen wiesen, sanft und voller langmut, erschien des einen weges blasser streifen, wie eine lange bleiche hingelegt. / und dieses einen weges kamen sie.“
rainer maria rilke

im mondschatten, in der weitgeführten spirale / weit vor dem portal. in der wüste, sage ich, die sich erschaffende gestalt des weges / denn des weges unkundig. und das weisende irrlicht in der hand. aber in diesem schutzkreis, dem schimmer seiner aureole unter freiem himmel schwebend. ich meine, leicht / zwischen dem alten und dem neuen mond / im ewig sich drehenden rad / in den wachträumen des siebengeistes. alles ist enthalten, in einem einzigen wiegen des grashalms. ich meine, immer wieder RESET / indessen heisst es, fiel ein tiefer schlaf auf adam, und nirgends findet sich ein hinweis auf sein erwachen.

„sie war schon aufgelöst wie langes haar / und hingegeben wie gefallner regen / und ausgeteilt wie hundertfacher vorrat. / sie war schon wurzel. / und als plötzlich jäh / der gott sie anhielt und mit schmerz im ausruf / die worte sprach: er hat sich umgewendet -, / begriff sie nichts und sagte leise: wer?“ (ebenda)

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