ein gießen. ein verschütten.

Bildschirmfoto 2019-03-15 um 08.15.05„I know I am solid and sound, / to me the converging objects of the universe perpetually flow, / all are written to me, and I must get what the writing means. (…) one world is aware and by far the largest to me, and that is myself, / and whether I come to my own to-day or in ten thousand or ten million years, / I can cheerfully take it now, or with equal cheerfulness I can wait.“ walt whitman

und immer wieder / alles du und dir bin ich. ich bin mit jeder zelle / meiner ladung. und du bist meine schwelle / du mir. angeflackert & angeblinzelt. die bögen, die gleichnisse, die wirksamen. kapitulierend. sonst nirgends. und das ist erotisch. der schwall deines satzes. dein anblick mit seife in den augen, sagst du. ich fühle oft keine begrenzung und dann fühle ich wieder eine begrenzung. erzählst du alles, fragst du? bist im karussel / passing by. welt unter wasser, sagst du. unter tränen des quellwassers. ich meine, das ist der rest. das stäubchen. und ein gießen. ein verschütten. du brauchst nichts zu tun ausser bereitwillig zu sein. ich meine, unsere rötung. weil ich nicht aufgeregt bin, sagst du. und willst im lieben neutral sein. vielleicht willst du, dass das lieben da aufhört, wo das geliebte beginnt. aber das lieben verbraucht sich nicht. es hält nicht an. wenn du es aussprichst, ist es unbegrenzt. denn es hat keine adresse (was es von projektion ausschließt). es ist. du liebst punkt. du bist punkt. in deinen sätzen, die da stehen. wie sie existieren und von dir belebt sind. und wir treffen uns dort, wo sie hinreichen. nur scheinbar sich bewegend in einer fließrichtung von innen nach aussen / nur scheinbar sich bewegend von aussen nach innen. denn aussen und innen ist der eine stattfindende ort. in einer überschwemmung / in alle richtung sich ausdehnend. ich zentriere das bündel, den strauss in meinen händen. ich meine, die herbstblumen oder die rose hinter der schattenwand. seine gezähmte rose. sein gezähmtes herz.

„mein geist braucht nur kurze zeit, um diese gewohnten bekundungen von zärtlichkeit zu ersetzen durch beliebige andere gesten, sogar die verrufensten, die gemeinsten, denen ich auftragen würde, dasselbe zu bedeuten wie die küsse, oder die tränen oder die blumen.“ jean genet

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