du hast die welt erfunden

nackt zu sein, also nackt zu sehen. du sagst / wir können einander nichts antun. nämlich die feinsten glassplitter zerstäubend / sich prägend in die hand- und fußflächen. im zerspringen des uhrenglases aus hauchdünnem silber / des spiegels und funkels voreinander. die wände, sie seien letzlich nur staub, sagst du / im hindurchgehen. wo der luftdruck die staubwolke über dich und um dich / im aurenstaub / mit siebenstrahliger sonnenkrone. du hast die welt erfunden, die du siehst, sagst du. und mit wieviel zärtlichkeit und schönheitssinn schuf ich sie. du g., den ich heute von allem vorwurf freispreche, den ich an dich hegte. und abermals. und wie wir uns beobachten / aus der distanz. noch gerade eben betraten wir die bühne, flüsterte ich dir die metarmorphosen ins ohr / auf der autobahn. und jetzt stehst du am feuer und starrst in die flammen und fragst: warum gerade ich? in den 22 mails. den 22 min. um 22:22. mit 22% akkuladekapazität. nur zwei schritte. lauter häften. und ihre hüftbewegung / die fanfare.

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