in etwa haut an haut. farbe an farbe.

IMG_1286das kann ein willkommener aufruhr sein oder eine anlass zur flucht oder eine fortwährende deutung. für mich ist das wie immer ein radius von etwa einer minute. ein mundöffnen / ein auffrischen. es scheint, ich bewege mich in einer mikrigen blase, einer zentrifuge. und bedaure die distanz. wenn ich vor einem baum stehe oder mitten unter menschen, komme ich nicht dran, komme nicht näher hin, nicht hinein. deshalb sagte ich zu dir, es sind immer die selben dinge die ich überall sehe. ich sehe sie nur und bin nicht bei ihnen. ich bin nicht bei dir. und darin liegt ein konkreter ansatz, dass mehr geht. das ist ein eingeständnis. ich suche nach „wirklichkeit“, bzw. nach einem wirklichkeitsgefühl. einer wirksamkeit. und, was dazwischen geschaltet ist, scheint eine lähmungserscheinung zu sein. und ein kollektives übersehen und überspringen dieser gelähmten wahrnehmung. so suchen wir im schlamm. und haben was vergessen. unsere brille vielleicht. ist es das, was die kinder tun? sie tauchen ein. ist es ihnen möglich zu tauchen. zu baden. da ist eine ebene im geist, die lähmung nicht kennt. oder distanz. von den dingen überhaupt. sie ist kein versteck. auch kein gutes versteck! sie ist stets bereit und wahr. verabsolutierend. trockenshampoo. milde bleiche. da ist grönland. wieso grönland? eine weite ebene. weite flur. kühler und abweisender boden. ich erkenne seine widerholung. kühle partikel an kühle partikel gereiht. und ich inmitten ein partikel unter ihnen. bin ich die mikrobe? das ziel ist nicht, kleiner zu werden. oder größer. am platze vielmehr. in tatsächlicher größe. im entsprechenden maßstab. ohne ausschluß. das ist das gesuchte wirklichkeitsgefühl. ich brauche die sprache als weg dahin zu kommen und als wegzehrung ebenso. ich schreibe mich da hin. rücke näher. und die benennung des vorkommenden schrittes, bietet den nächsten an. es muss aufgeschrieben werden. ein magischer spruch. der braucht keine abkürzung. der weg ist kurz genug. das ist mehr ein sortieren der verirrung. die ausgerollten lappen / das niekapierte rollt sich von selbst wieder auf / rollt sich weg. es weicht. und das ist aus unverstand umständlich. aber es braucht keine lange zeit. und wenn ich etwas näher herangerückt bin, in etwa haut an haut, ist da immernoch haut dazwischen. ein sanftes häutchen vielleicht. es geht noch näher. ist das wie in diesen träumen, in denen wir nicht von der stelle kommen? im grunde ist das alles / mit haut die haut zu suchen / die suche nach einem zuhause. in jeder berührung in jedem anblick in jedem denken eines dings in jedem herzpochen in jedem erwärmen in jedem erinnern in jedem einatmen-ausatmen in jedem schock in jedem satz, den ich spreche, den ich vorfinde. in absolut allem, was sich gerade anbietet, ist das vollständig drin. in jedem hingehen, welches ein verschwinden ist, ist dasselbe angeschwemmt werden. ein anschwemmen an einer selben stelle. dazu muss alles erstmal in bewegung kommen. beweglich gemacht werden durch sprache / durch das schließen der gelähmten augen, die nichts erreichen können auf ihre alleinige art. ohne den geist. mit dem geist ist diese stelle. die ursache. die hosentasche, in der wir alles das vorfinden, was wir so sammeln, in der das alles rumklappert und sich abreibt. hier ist alles gut aufgehoben. für später vielleicht. und in diese hosentasche greifen wir mit der hand und raten, was was ist. und erkennen unser verkennen. all das ist so weich. es geht hier nicht darum, einen guten text zu schreiben. d.h. es geht immer vorwiegend darum, einen guten text zu schreiben. ein gutes leben zu haben. einen guten abend zu verbringen. und wann ist der text gut? wenn ich wieder an derselben stelle angekommen bin, an der ich ihn beschließen kann. rund und gediegen. und es gibt nichts mehr hinzuzufügen. nicht, weil tatsächlich alles gesagt wäre. oder überhaupt etwas wesentliches gesagt wäre. vielmehr, weil mit dem sagen, etwas geschieht unterdessen. es ist erreicht, was mit ihm erreichbar ist. erfüllbar. einlösbar. und jedes weitere wort kann nur ein weggehen sein.

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