enttarnen

„dich ohne verurteilung zu sehen, indem du lernst, alles ohne verurteilung zu sehen.“ kurs

auch das leben ist nicht immer, was es ist, sagst du. wie sanft das näseln eines akkuschraubers sein kann. wie enttarnend. die zeit ist nicht knapp genug, um produktiv zu sein. ich meine, erst jetzt, wo du gleich eintriffst. es ist nüchtern dieser tage. es ist schlicht. während ein sich auswechselndes wetter umherzieht. während der ort immer unwirklicher wird. der boden. der blick aus dem fenster. der raum. oder das verlassen des raums. wegrückt. immer zeitloser wird. und unterdessen das streifen des dekameron. oder das verlassene zürich. oder das reinemachen nach dem sturm. die vorhersagen, die studien. was den crash angeht. den bevorstehenden. und die kleinen vorhaben. unter vorgaben. in einer generellen zurückhaltung. in einer gemächlichkeit. und du sagst, du seist pompös. es ist, als würde ich da was verpassen. was umgehen. nicht ins auge schauen. und doch weiss ich nicht, wo da ein auge. ein auge der vielen augen. mein auge jedenfalls weiss nicht wohin mit sich. es bleibt hängen an stellen. stellt seinen fokus ein und sein gewahrsein. das geschieht nicht willkürlich. es ist, als würde sich das umherstreifen und zucken des geistes enger ziehen. als käme es geschickter und schneller zurück auf das, was es anfing. als setzte es insgehein etwas fort. als wäre da solangsam ein kern – als ein einziges training. ein zusammenlaufen der handlungen, der gesten, aller anläufe. als wäre das seit jeher da inmitten gestanden und würde erst jetzt nachvollziehbarer. du sagst, dies sei mehr ein inhaltsverzeichnis deines lebens, dein leben. dein schreiben oder dein leben. oder die zensur. oder die direktheit der herausrinnenden sprache. du sagst, der aufenthalt des menschen verläuft im nebensächlichen. und unterschiedslos ist ein vorankommen in der einen angelegenheit des geistes. und glücklicherweise: der geist vergisst seine errungenschaften nicht. auch wenn da augenscheinlich demenz drüber liegt. erneuerte unkenntnis. was wir erkannt haben, haben wir erkannt. fürdies. es überkommt mich. ich tauche von einem in den nächsten blick. als seien sie ineinander. ich kann den wind nicht inspizieren. das bild, das ich vor mir sehe, rückt immer ferner. die orte verschwimmen und die stimmen. und dann finde ich mich auf, in der wucht einer konkretisierung. in einem schlichten gespräch. in einem schritttempo. in einer tätigkeit. einer automatisierung. aber wenn ich schaue, wenn ich genau schaue, gibt es dafür keine beweise. keine deutlichen indizien. dass da was vorfällt. das da historie ist. es geht darüberhinaus, zeigt darüberraus. und dieses zeigen wird in allem umso deutlicher. und worauf, fragst du das kleid. mit deinem verkleideten mund. in mein verkleidetes gesicht. was soll ich da sagen. keinen schimmer. oder: nur einen schimmer davon parat. das ist ein fischen mit dem blinker. ich ziehe das glänzende papier durchs wasser und locke das an. das, ich kaum fasse, kaum berühre. das mich aber rührt. das mich erkennt. und jetzt der staubsauger. mit einer vehemenz. oder dein gesicht. es hält still. oder mein blick. er hält still.

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