„ich liebe die unzufriedenheit des malers. (…) seine unzufriedenheit ist hoffnung. (…) wenn ich zuende geschrieben haben werde (…), wird all mein tun der versuch gewesen sein, das porträt gottes zu malen. des gottes. dessen, was uns entgeht und uns verwundert und uns entzückt. dessen, was wir nicht kennen, aber spüren. dessen, was uns leben macht. ich meine unsere eigene göttlichkeit, ungeschickt, verdreht, herzklopfend, unser geheimnis, unseres, die wir die herren dieser erde sind und es nicht wissen, (…) wir, die wir die augen dieser welt sind und sie so oft nicht einmal anschauen, wir, die wir die maler, dichter, künstler des lebens sein könnten, wenn wir es nur wollten; wir, die wir die liebenden des universums sein könnten, wenn wir uns unserer hände mit sanftmut bedienen wollten. (…) wir, die wir sonnengräser sind, ozeantropfen, atome des gottes, und es so oft vergessen oder nicht wissen, und uns dann für angestellte halten. Wir, die wir vergessen, dass wir so licht und leicht sein könnten, wie die schwalbe, die über den gipfel des unvergleichlichen fuji-berges fliegt, so heftig strahlend, dass wir selst die modelle des malers sein könnten, die helden der menschlichen präsenz und des blicks des malers. doch was wir vergessen – der maler, der gott jeden tag dabei zuschaut, wie er sich wandelt, vergisst es nicht …“ hélène cixous

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