credo

was ist die fortsetzung? wie kann das noch fortgesetzt werden. immer weiter fortgesetzt und vorangetrieben. weiter geschürt. öl ins feuer. und dann das lose herumstochern in den wirren flammen. das chaos wird offensichtlicher. das chaos kann schön sein, wenn die idee nicht vergessen wird. ein dschungelwerden. immer undurchdringlicher, immer weniger kontrollierbar, verstehbar, nachvollziehbar. das ist nicht mehr zu fassen. ich kann nicht mehr mitgehen. nicht mehr mitmachen. so ohne weiteres. in einem leichten gang. in einem leichten mitgehen. dies betrifft alle geschichten von welt. alle kreise. die kleineren kreise, die größeren kreise, der ganze rahmen verschiebt sich. wird extrem. und alles wirken und tun in dieser selben weise, wirft mich ab. ich kann da nicht mitgehen. komme nicht mehr mit. und das macht nichts. ich verstehe nichts mehr. ich durchschaue nichts mehr. kann mir kein bild machen. ich bin blitzeblank und roh da drin. und es macht nichts. es ist gewollt. ich will es. ich will diese unsicherheit. damit es mir ein leichteres ist, den fokus zu halten. mich für eine weise der sicht, der betrachtung, immer wieder aufs neue zu entscheiden, die nicht von dieser welt ist. die nicht von mir ist. die welt, die ich sehe, habe ich gemacht. ich und du, wir erdenken die welt. wir setzen sie fort, so wie sie ist. mit den immer selben motiven von mord- und toschlag. von krimi. tod und verderben. und liebessucht. wie das halten an einem strohhalm. doch dwas auch geschieht, ich kann dies nun für einen einzigen zweck nutzen. so tief in das einzudringen, bis ich an der anderen seite wieder herauskomme. und auf der anderen seite finde ich in jeder sache dasselbe. ich kann jede erfahrung, jede wahrnehmung, alles, was geschieht, nutzen, das bild umzudrehen. das ist das, was ich jetzt will. die welt, wie sie noch ist, ist ausgespielt. wir haben das genug erfahren, was jetzt nochmal auftritt. das ist noch die pointe. wie sich all das veranschaulicht. und wir sind schon nicht mehr diesselben. wir schauen schon anders darauf. verwirrter vielleicht. und das ist gut. alles, was je geschah, ist in unserem kollektiven bewusstsein. die ganze welt ist in uns. präsent und abrufbar. wir haben uns in dieser höhle vor dem licht verkrochen und wählen die höhle weitere male. so oft wir sie noch wählen wollen. das licht ist so deutlich und anzüglich. es züngelt. und wir wählen noch die schatten. und es dämmert so langsam, dass wir hier wählen. dass wir hier ausharren. nicht wissen, wohin damit. wir sind schon nicht mehr ganz identifiziert mit dem leben in der höhle. es ist schon ein zögern eingetreten in den raum. ein innehalten. wir kennen den weg hinaus. irgendwo ganz tief innen folgen wir schon den steinchen, die wir uns selbst legten auf dem hinweg. es ist nichts geschehen in der zeit als diese verwirrung im geist. dass wir meinten, uns verirrt zu haben. die wand anstarrten. uns in bilder verstrickten und anfingen, uns zu identifizieren. und da stecken wir nun in der endlosen wiederholung von motiven, von mord- und totschlag. in allen varianten. tausendmal durchgekaut und durchgelebt. in allen positionen. von allen seiten. gerade weil der dschungel immer mehr dschungel wird, so dass es nur noch die möglichkeit gibt, nach innen zu schauen. weil im äußeren geschehen garnichts stichhaltiges mehr zu finden ist. orientierung unmöglich wird. noch mitten im feuerspeien aller vulkane, bis nur noch leere luft aus ihnen kommt, mag das nicht augenscheinlich sein. nicht erfahrbar. doch hier läuft das aus. hier sind wir gesättigt. der lidschlag ist da. das augenaufwerfen. diese bilder werden schon verwandelt. sie werden immer klarer und bewusster. leichter und friedlicher. die isolation wird immer unbestätigter. unsere wahrnehmung von uns und der welt wird übersetzt. herübergetragen. uns so geht es hin und her. mit dem kopf in die welt gesteckt und in der identifikation mit den bildern. und gleichzeitig durchdringen wir das, gelangen in eine andere wahrheit. und wieder zurück. immer noch eine schicht an angst weiter. noch eine schicht an greueltaten, an verteidigung, an angriff, an hass, und immer wieder da hindurch. daran vorbeisehend. darüberhinaus.

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