liebe veronika

ist es nicht so, dass das ganze all zu uns hergetragen wird? hergereicht. zu tisch. ein buffet sondersgleichen und wir bedienen uns und bedienen. es gibt da keinen unterschied in der handlung. das ist absolut symbolisch gemeint. indem wir uns beziehen, beziehen wir uns ein. ist latent wärme vorhanden. ich mag es heiligkeit nennen in einem größeren stil. und wenn ich von gott spreche, ist das eine brücke. diese brücke führt von einem kleinlichen geist, der die pfennige zählt, zum erwägen einer großen quelle alles seins, welche diesen kleinen geist zu versorgen scheint. und da wir schon immer ausserhalb von uns suchten, geben wir in diesem erkennen und beziehen bereitwillig unser denken ab. machen es auf für ein größeres denken, das bereit ist in eine unbestimmtheit hinein zu denken. sich auszudehnen. so dass der kleine geist seine einwände / seine eingezogenen wände, diesem strom freigibt. er tut nichts, der kleine geist, als dies zuzulassen. es geschehen zu lassen. er nimmt seinen griff von den wänden aus pappe. hält sie nicht mehr fest. und aufrecht. macht sie nicht mehr wahr. denn das tat er. aber es ist ohne bedeutung, wielange wir brauchen. und wenn dies genug geschehen ist, dass unser vorsichtiger kleiner geist das umsomehr begehen möchte, ist derselbe geist offen genug für die idee, dass er dies in sich selbst wollbringt . dass keiner von aussen mitwirkt. und dass gott nur die brücke ist in der vorstellbarkeit. die brücke, welche der enggewordene geist hinübergeht in sein eigenes beständiges selbst, dass er im grunde nie verlassen hat, sich in seiner vorstellung aber ausgrenzte davon. in seiner multiplizität. den unzähligen ebenen, die allesamt wirken. mitsamt den ebenen des selbstbetrugs, der selbsttäuschung. wir sind so viele. wir verschließen türen, während ein anderer teil die türen aufmacht. und solange wir in diese welt blicken mit diesen vielen augen und blickwinkeln, sehen wir dort genau das: eine vielfache spiegelung unser eigenen schizophrenie. ein scheinbar undurchdringlicher und undurchschaubarer und unsortierbarerer schmerz all dieser positionen. und gott ist da die brücke von mir zu dir, die wir vollkommen eins sind. solange wir das bild einer gemeinsamen quelle brauchen. einer unabhängigen instanz, die uns auf den weg bringt. die hinüberführt. die mehr weiß. vor der wir kapitulieren können. anhalten. vor der wir mit unserer vorstellung völlig zusammenbrechen. weil es in unserem denken so unmöglich scheint, dass da keinerlei abstand ist. keinerlei unterscheidung. keine unwissenheit im letzendlichen grund. wir wissen genau, was wir tun. wir schauen mit all unseren augen darauf und gestatten es. noch während wir das argwöhnisch überwachen, gestatten wir es schon. wir sind teil unserer auflösung. in der wir uns nicht wirklich auflösen. es lösen sich all diese einzelnen ecken und winkel auf. all die verstecke. all die tode und schrecken. du zerbröselst sie, sagst du. aus deinen händen rieselt feiner und reiner sand. die gespinste waren nicht mehr als irrelevante ideen. wildes zapping. eine zeitlang vielleicht fühlten wir uns gut unterhalten. und du sagst: failure 550 / high probability of spam. und ja, wir beziehen das ein. es gehört alles hier hin. ist alles gemeint. inklusive. du und ich, wir sind schon alles, was da ist. in einem. und die zerstreuung welche wir noch dermaßen wahrnehmen in einer äußeren sicht. wie sich der raum präsentiert oder unser tun und das tun einer welt. in einem ausfegen, sagst du. fegen wir den raum aus. solange wir noch fegen wollen, das fegen als entscheidung brauchen. als verstärkung. solange wir noch etwas unkehren. etwas in umkehrter weise betrachten. immernoch auf schmerz sehen und begrenzung. bis wir erkennen, dass jedes einzelne ding, jeder einzelne körper, ausdruck eines selben ist. ausdruck unseres eigenen sanftgewordenen blicks, welcher ein blick ist, der eine totalität der sanftheit erschafft. und das hört sich sehr rosarot ein. irgendwie amputiert.  stellen wir uns vor, alles, was wir sehen, alle facetten, die gesamtheit unserer wahrnehmungen sind integrierbar. das erscheint uns zunächst als möglicher verlust. HALT, sagst du, ich bin das alles! und du hast ja auch recht. es soll vollständig enthalten sein in diesem pool des seins, dem sammelbecken. jedenfalls ist nicht verhinderbar oder bremsbar, das es darunter so weich wird, so sanft, dass es seine bedeutsamkeit vollständig verliert. es ist ein hauch an nichts. wie sollte es etwas anderes sein. wer sagt das? wollen wir diese bedeutsamkeit erhalten? denken wir, wir dürften das nicht? absolut! schneiden wir uns selbst die ohren ab? absolut! wir wollen doch noch ein wenig hinhören, dem rauschen hin. ob doch noch was kommt. ein paar stäubchen. liebe veronika, eine hommage. finde den blaubart. erkenne, dass ich dir an mich selbst schreibe. in einer einzigen bewegung.

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