und ich weiß nicht, ob ich dich mitnehme oder du mich

wer bist du? frage ich. solange bin ich nicht zuhause gewesen. ich habe mal erdbeeren gepflückt. die finger ganz rot. solange ich noch feindschaften pflege. noch unterscheide zwischen einander. die anziehungskräfte. die präferenz. was ist das für eine auswahl? wen schließe ich aus dabei? warum kann ich mit dir nachhause gehen und nicht mit anderen? was ist das für ein angebot, das ich dir mache. wozu lade ich dich ein. wozu lade ich nicht ein. schließe heimliche verträge. blende etwas aus. mache vortäuschungen. erstelle rahmen der absonderung. und vermeide etwas. und verheimliche. was sind das für tricks? hausgemacht. welche vergangenheiten wirken noch nach. welche situationen. ich schleppe sie mit. ich meine, zu dir kann ich ohne etwas kommen. vollkommen geleert und offen. in einer leere. in einer liebe. ist die leere liebevoll? ist die liebe leer? und ich weiß nicht, ob ich dich mitnehme oder du mich. und ich sage mir: ich will nur noch das tun. ich will nur noch mit jedem nach hause gehen. und das ist gewaltig. es ist zunächst ganz dunkel. und unangetastet. eine langgehegte idee. mit spinnweben überzogen. dermaßen durch einen schmutz gezogen. eine große anmaßung. aus sicht unserer verkleinerung. indem wir uns verkleinerten, wurde sie umso anmaßender. und sie wäscht sich nun rein, die idee. je mehr ich sie hinspreche. wird sie immer edler. und befürwortet. ich meine, erst wenn ich wirklich leer sein kann, kann ich dich sehen. erst wenn ich nicht mehr ich bin. nicht mehr dieses ich, das alles schon weiß. alles schon kennt. in diesem willen. dem wollen. nämlich mit gewaschenen augen, wie du sagst. leer ist die liebe. leer von der vergangenheit. von gedanken. von der anziehung des schmerzes, des wehtuns. wo ich mir wehtun will. und dir. und dies ist, als würde es niedergelegt werden. es wird sanft niedergelegt, wie die niedergelegten waffen, die ich zückte. meine reflexe. angriff ist eine austattung geworden, ein fetisch. und ich lege das nieder, womit ich mich rüsten wollte. und es geht ganz leicht, weil die anziehung viel größer ist plötzlich, nachhause zu gehen. weil mein teil diese kleine bereitschaft ist. die idee, dass es gehen könnte. das erwägen. dann geht es ganz leicht, wird getan ohne anstrengung. und dann ist es ist ganz fein und weich alles. nichts hartes ist mehr da oder gewaltvolles. alles angespannte weicht auf. jede zelle entspannt sich.

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