ja, es ist alles gemeint

und ich frage dich, was ist das hier? und du sagst: ein spiel. eine suche. diese welt ist dein ort. und du schaust etwas blind auf die dinge und suchst. suchst dich. und dann merkst du, du bist da in allem. anwesend in jedem einzelnen ding. und das ist es, was es ist. das leben. dein leben. und ich frage: und nun … was tun wir damit? na nichts, sagst du. immer nichts. hier waren wir schon mal. und ratlos stehen wir da. so mit nichts. ohne nichts. oder nenne es „etwas“, wenn du magst. und diese ratlosigkeit ist es, die auch wieder alles schon beinhaltet. sie ist schmucklos. und nichts ist ausgeschlossen. also alles ist gemeint. nicht manches. nicht manchmal. und ich sage „ja“. und ich gebe in die ratlosigkeit alle meine zwecke. gebe in sie meine ganze ratlosigkeit selbst. und was davon ist das gefäß und was das füllende? du sagst: spüre alle symbole auf. alle vexiere. alle unterschiede. und ich finde immer noch mehr zwecke, die anstehen dahinter. oder ist es immer der selbe versuch, alles nutzbar zu machen? die suche aufrechtzuerhalten. das wollen. und ist wollen nicht immer ein fernhalten. und auch das sind wieder ideen. in denen ich mich wiederfinde. und ich brauche nicht zu formulieren, was ich will. ich will, was ich bin. und wie geht das mit dieser trickkiste im nacken. was will sie denn, die trickkiste? auch dazugehören? und ich sage wieder „ja“, auch du. und so legt sich alles hernieder. das ist wie eine kurve in mir. eine form, in welcher sich das beugt, um sich in einem schwung wieder zu erheben. aber es ist nicht mehr das gleiche. es ist nun ohnmächtig. und jede klarheit ist schon die nächste unklarheit. ach, und alle wörter sind auf ein pergament geschrieben. die ganzen fragen. und ich dachte, es gibt nichts mehr zu sagen. vielleicht nur, wenn das schweigen mitspielt. alle fehler. wenn nichts mehr eingeteilt ist. in etappen. in mitwisser. so ist es einsam, sagst du. einsam mit allem. so ist meine langeweile zugleich die abwesenheit von langeweile. und ich lasse auch dieses papier fallen. und auch das hat keine bedeutung. es ist ein weiteres bedeutungsloses stück pergament. zeugnis einer suche. einem verlorensein in den wörtern. und diese bedeutungslosigkeit ist schon keine bedeutungslosigkeit mehr. dieses verlorensein ist schon kein verlorensein mehr. und so darf alles weiterhin gesagt werden und getan. bis nur noch ödheit übrig ist. ödland. ach und selbst das tut wieder dasselbe. und wird vollkommen leer. so ist jede möglichkeit schon alles. wo wir wieder bei musil sind. wo wir wieder am anfang sind. und die welt feststellen. sie weichstellen. immer wieder. und so gibt es im grunde nichts. oder es gibt alles. und das ist sogar egal. so ist in allen wörtern ein wort. ist alle vielfalt ein vielgefaltenes eines. und so ist ein wegwenden und hinwenden. ein weichwerden im hartwerden. in diesem ja. in dieser ratlosigkeit. in diesem warten. in dieser nicht-ratlosigkeit. in diesem nicht-warten. und immer wieder das vorbeischürfen. und wiederaufnehmen der sprache. und das erneute versuchen. und das erneute schürfen und kratzen und auflösen. und so weiter. das endet nicht.

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