wie still ist stille

welt, sichtbare welt. den sinnen wahrnehmbar.
erscheinend als zusammengefasste struktur ihrer inhalte.
in ihren querschnitten. ihren probeentnahmen.
je nachdem, wo man hinblickt.
welt scheint fest zu sein. erschlossen.
ebenso in sich abgeschlossene sache.
im kosmos, ein ding.
ein wenn auch irgendwie für sich stehendes,
scheinbar gehaltenes in kräften.
kräften eines größeren blickwinkels.
einer welt in der hyperwelt.
den universen und sonnensystemen.
der kosmos als gesamtheit von raum.
immer weiter gefasste einzelheiten oder schalen
in einer immer größer gefassten einheit.
aber immer fehlt noch was. wird es noch größer.
welt, bestehend aus der summe ihrer teile.
einer ansammlung. einer geordneten.
in ihrer beschaffenheit, elementar.
atomar. oder noch kleiner draufgeschaut.
in der gestaltbaren beobachtung.
wir wissen, dass atome sich wegducken,
wenn wir hinsehen.
stellvertretend für alles feststellbare.
wir kennen die stellage der numerologie.
als verhältnisse und proportionen.
fraktale. den goldenen schnitt.
wasser erde feuer luft und periodische stoffauslegungen.
alles daraus, was es gibt. so sagt man.
ich habe noch niemals auf welt geschaut
und welt gesehen. ich habe noch niemals teile gesehen.
ich habe noch niemals etwas anderes
als ausschnitte gesehen, von etwas,
das irgendwann kein ausschnitt mehr sein kann.
jeder dieser ausschnitte war repräsentativ für das ganze.
das mikro des makro.
ich habe noch niemals begrenzung irgendwo gesehen
oder einteilung von dingen.
ich habe es so gedacht. in vorgestellten ideen.
was ich wahrnahm, führte immer ins universelle.
ein seiendes, was sich in allen dingen
darunter mitflüstert. als seien die dinge nur träger.
in allen theorien und überzeugungen
und errungenschaften bzw. settlements im geist.
denkinseln des ausruhens. bis zur nächsten weiteren frage.
und so basiert das ja auf diesen pausen, den denkschritten.
also annahmen, welche überprüft wurden im sinne von.
ihre richtigkeit zu beweisen. rechtfertigend.
und das machte man mit ihnen. um weitergehen zu können.
indem wir etwas verlässliches festlegten, worauf man das aufbaute.
wo wir nun in diesem denkgebäude sind,
und darin immer weiterdenken. von einem auslassen zum nächsten.
wo es uns um verbindlichkeit von information geht.
und wo das ein selbstläufer geworden ist in allen dingen und bezügen.
fragt es sich, was das ist, das sich da mitflüstert?
es verneint auch nichts. es fügt nichts hinzu.
es ist als universelles wissen, dass etwas unzerstörbares wirkt.
dass etwas unverletzliches im verletzlichen intakt ist.
dass alle ideen ein zurückgehen erzwingen,
wenn wir an ihren enden angekommen ist.
an ihren enden wird es absurd. und die absurdität
ist auch in den möglichen pausen, die wir einlegen.
im luftholen frischer luft.
in der absurdität gibt es keine andere möglichkeit mehr,
als das geltende konzept beiseite zu legen.
als ungültig möglicherweise. oder unzutreffend für den moment.
nichts anzubieten zu haben.
was wollen wir denn? was suchten wir darin?
wofür diente es? in das leere zu stellen ein weltbild, das wir machten.
was ist, wenn wir stille aushielten?
wenn wir den gegenwärtigen moment ganz sich entfalten ließen
im hießigen raum. in der hießigen zeit.
in der fortsetzung, welche die einzige eigenschaft von zeit ist.
dass sich das ausdehnt, was jetzt ist, ganz von selbst.
dass das bleibt. das gegenwärtige.
weil es nicht abwesend sein kann.
es ist die gegenwärtige präsenz, welche alles umfasst, was ist.
in einem einzigen augenblick.
in dem einzigen augenblick, welcher jetzt ist,
welcher die ewigkeit ist. weil das verbleibt.
und diese präsenz von der ich jetzt spreche,
ist ja nicht ausserhalb von uns.
sie ist erfahrbar, wenn der rest schweigt,
also die stimme, welche für die zerstückelung spricht.
für die ausnahme.
wenn wir sie also nicht herbeizitieren,
aus der idee von abwesenheit heraus.
aus der idee von verlust und abgetrenntheit der dinge heraus.
von der begrenzung irgendeines dings
oder raums oder zeitlicher ausschlüsse.
und die präsenz ist sehrwohl auch erfahrbar in den dingen,
in der zerstückelung. sofern ihre bedeutungslosigkeit klar ist.
weil sie ohne ausnahme ist.
und wer erfährt sich da, der nicht wir selbst ist. so bezeugen wir das.
das ist integriert. es ist jetzt integriert.
und das ist nicht vorstellbar. deshalb greifen wir sogleich
in konzepte, die das nur negieren können.
es ist aber erfahrbar. ist in jeder idee erfahrbar.
und zugleich braucht das keine idee für sich.
als das gleiche anwesende.
als das gleiche fortbestehende, sich fortsetzende.
ich habe noch nie in einem ding
irgendetwas anderes gefunden als das.
ich brauche nicht bis zum ende des dings zu gehen, wenn ich es abkürze.
auch wenn ich es nicht verstehe.
es ist erfahrbar. und adjektive machen höchstens ein dämmern.
denn worte, welche in unserem geist symbole sind.
oder einprägungen. eigentlich für das ausklammern ihres gegenteils.
wenn ich also ‚allumfassend‘ sage,
dann weil ich meine: ohne einen ausschluss oder
jegliche mögliche begrenztheit.
und dies ist das einzig mögliche. dass wir über das gegenteil,
also das, was es nicht ist, dahin gelangen,
wo wir das aufmachen für das andere. weil alles in dieser welt
kann als verweis gesehen werden für begrenzung
und separation, welche aus der eigenen isolation kommt.
und dies ist kein wertlicher diskurs über individualität oder vielfalt.
es gibt sie schlicht nicht. nicht über das bild hinaus.
nicht über die vorstellung von differenziertheit hinaus.
wir sprechen also von verschiedenen ebenen.
von der ebene des sinnlichen. des sinnsuchenden.
welches nur aus der vorstellung von verlorenheit
und separation heraus überhaupt sich stattfindet.
eine verlorenheit, die ich reproduziere in meiner äußerlichkeit,
weil ich sie als verständnis habe.
mein verständnis von mir, und damit von welt und ihren dingen.
mein ausgangspunkt, wie ich herausschaue und vermeine.
in dieser annahme, dass ich heraussehe aus einer innerlichkeit.
dass das überhaupt möglich ist. diese unterscheidung.
und dabei wird das universale oft als das pauschale runtergebrochen.
und ich kann die langeweile nachvollziehen,
die da entsteht. ich meine, deswegen haben wir ja den salat.
so sagt man doch. dieses reiche angebot an zerstückelter einheit.
wenn wir so sehen. wenn wir auf das teil sehen
und es weiterhin als teil betrachten wollen.
weil wenn wir das nicht täten, fiele alles weg.
ich meine, es wäre ohne bedeutung, weil ohne notwendigkeit.
das ding wäre einfach schön. also wohlgefällig.
doch wieder kant, auch wenn es altmodisch erscheint.
aus der sorge um langeweile heraus, könnten wir noch ein bisschen zögern.
aber wenn ich sage, ohne notwendigkeit, dann meine ich,
weil keinerlei suche nach sinn mehr angebracht ist.
den dies ist für mich die welt mittlerweile. ein moment des verlorenen sinns.
und wenn ich das also begreife, dass sich darauf die gesamte welt abbildet,
auf dieser abwesenheit von sinn, dann komme ich zurück.
auf mich selbst zurück. auf das jetzt zurück. auf den ausgangspunkt,
wo ich begann hinauszusehen. und zu suchen.
und wenn ich also erkenne, dass in der welt nicht ein einziger sinn zu finden ist,
weil wie gesagt die welt das sinnlose repräsentiert,
dann gehe ich zurück. zu mir. und wir wissen, was geschieht,
wenn wir aufhören zu suchen. dass plötzlich die autoschlüssel auftauchen z.b.
dass alles plötzlich auftaucht und da ist. und nichts jemals gefehlt hat.
dies suchen läuft so langsam aus. dies, was jetzt stattfindet,
ist noch ein echo längst vergangener fehlstellungen.
längst überholter teilwahrheiten. berührungen von wahrheit.
es wird immer umständlicher, das weitreichende vokabular der eigenschaften
noch auszubreiten und anzuwenden, eines zweckes willen.
z.b. eine blaue jacke herauszunehmen,
sie zu definieren. aber wohin führt das noch?
nehmen wir mal an, die jacke ist einfach gegeben.
wir sehen sie. und kommentieren nichts. wir geben ihr keine bedeutung.
wir lassen das mal für einen moment weg.
und so verfahren wir weiter mit allen dingen, allen geschehnissen.
wir enthalten uns, die bedeutung zu fabrizieren.
das ist alles. und es geschieht ganz unweigerlich,
dass wir dann erkennen, dass wir das also machten.
und jetzt ist alles einfach da. ich bin da. und alles um mich herum,
ohne die ganze inszenierung. und was dann?, fragst du.
und joel sagt, wir genießen es. so ganz.

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