eine dehnübung

ich glaube, die gegenwart braucht nichts. keine voraussetzung, keine vorkenntnisse. sie ist einfach und steht uns zur verfügung als raum, um auszuruhen. wenn wir denn ausruhen möchten. es gibt darin wohl keine entwicklung, kein aufeinander aufbauendes. sie ist eine dehnübung. wir dehnen das aus. waren nie woanders … sind immerfort dort. und mit dem geist aber wie mit dem auge ins kaleidoskop. in eine welt schauend, die durchaus bedrohlich wirkt. die uns in beschlag nimmt, bunt ist und voller gegensätze und unterschiede. die unübersichtlich ist. und wir stehen zu ihr in einem verhältnis. unter bedingungen. und in dieser welt meinen wir freude oder leid zu erfahren, begegnen freunden oder feinden. oder abgeschwächten formen. einer vielfalt an facetten des kaleidoskops. die uns scheinbar widerfahren. uns zustoßen. und mit diesem schauen, dem drauf richten des blicks / der identifikation mit der wandelbarkeit, schwimmen wir mit. verwässern da drin. und verlieren uns irgendwie. in den unlösbaren konflikten und komplexitäten. den widersprüchen. versuchen zu sortieren. einzuschätzen. ich für mich habe noch niemals auch nur einen einzigen zusammenhang dieser welt erfasst! noch eine chronologie verfolgen können. sei es, einen samen zu pflanzen. es kommt immer was dazwischen. ein störfaktor. und ich bewege mich in diesem labyrinth aus zeitraum. renne im kreis und gegen wände. und solangsam ist das unübersehbar. dieser trug. ich schaue von oben auf das verrückte bild. auf meine besessenheit. meine subjektivität. und ich erkenne nichts darin. es sagt mir nichts. ergibt keinen sinn. es stellt bloß seine absurdität dar. und ich kann nur aussteigen aus diesem rätsel, das mich gut beschäftigt hält. um zu verweilen. um hier an ort und stelle zu verweilen. in der gegenwart. immer wieder neu einzutreten in etwas erlöstes. in dem mein denken erlöst ist. in dem ich nichts mehr tun und finden muss. einfach bin. immer. immer wieder. wo ich auftauche. immer wieder wie aus einem schrecken des nichtseins. einer abwesenheit. eines verrennens.

wie fest sind die fesseln?

„in einer solchen nacht geben die menschen acht, dass das feuer im herd nicht erlischt.“ astrid lindgren

es glimmt. es schimmert, dies feuer. sein schein. unter allen ebenen. denen der scheu. des zögerns. ist es in bereitschaft und lodert beizeiten auf. und züngelt. es wartet. und meine müdigkeit entpuppt sich als seine ungeduld. durch alle formen hindurch. untergräbt es die form. steht es in einem trotz, als ein erwartungsvoller krieger. voll ausgestattet mit allen gaben. er meint angst zu haben, dieser krieger. er meint, sich nicht zu trauen. sich winzig zu fühlen. und ist es doch nicht. es ist seine sicht der kleinheit. des kleinmuts, welcher er den schwur hält. und nun, schließe deine augen und schau in dein innerstes auge. welche entschlossenheit dort zu finden ist. welche herrlichkeit ist in dir! welche stärke! durch tausend und abertausend jahre und leben gereist, ist alles durchgekaut. wir sind bereit. wie lange wollen wir die vergangenheit noch rumtragen und ausspielen? unsere einseitige sicht befeuern? uns in der verzweiflung reglos halten? herumlungern? du, mein kind, fragst: wie fest sind die fesseln? wenn sie genug fest sind, sagst du, so könnten wir sie gut als kletterseile nehmen. und am morgen erwachten wir und diese fesseln von verstrickung, von karma, begleichung und wiedergutmachung von schuld, über alle leben hinaus: sie waren im schlafe gelockert. sie stellten sich als garnicht fest heraus. und da war nichts, was uns halten hätte können. und wir brauchten uns an nichts zu halten. und da stehen wir nun, in unseren blanken hemdchen. und alles ist uns gegeben. die ganze welt tut sich auf vor uns. alle wahrnehmungen. und wir dehnen es aus, dies feuer. in seinem sinne. wir sind die botschaft selbst, die wir überbringen. und wir möchten nicht kleiner von uns denken, als gott höchstselbst von uns denkt. er kann deine angst nicht sehen und deinen zweifel. gott ist die totale anziehungskraft der liebe auf die liebe. und jetzt staune. staune über dich. wer du bist in seinem liebevollen kleid. unter seinem liebevollen schirm. auf seinem liebevollen boden. es gibt in dieser seiner sicht keinen gegenbeweis. nichts, was nicht in sich die liebe selbst herbringt. was nicht von ihr zeugt. und da drin ist nichts mehr zu finden. nichts mehr zu tun, als das sich voll und ganz aufbauen zu lassen. zuzuschauen, wie sich das feuer der liebe vergrößert. und wie es ist. sich in allem offenbart. sei es in der flöte oder sei es im schwerte.

am panoramarand

du sagst, das staunen, das zittern rettet dich. wir pflücken schlehen. kratzen den gaumen. meine müdigkeit und dein training. mein du. mein schweigendes gegenüber. kopfschüttelnd oder widerspenstig. oder offenstehendend. ich kann euch nicht erreichen oder kann euch erreichen. wo hinein gelange ich da? in welches gemisch der essenzen? und wo bin da ich und wo du? so leicht geht das? so leicht versinken wir wieder. ich meine, auf dieser insel, auf der wir uns treffen, zum blind-date der geister. wo wir alles zurückließen, weil nichts gebraucht wird. nichts als unseren tonus. als den eigenen klang und schwung. wir ticken die uhren. auch verlegen. mit zimtfarbenen mündern. so fein die lippen aufeinander. ich meine, diese leere, diese fülle, dieses ausgekochtsein. und der alte und frische wind, uns umschmeichelnd. und mit uns das all. die sternenschweife hinter uns. fast ist diese insel, ist dieser körper zu klein. zu gewichtig. zu getimt. mit zimt?, fragst du. aber ja! natürlich zimtig. wir sitzen nebeneinander und folgen der untergehenden Sonne. sehen alles in ihr und in uns. und so seitlich können wir uns gut sehen / am panoramarand. Wie wenn man sich im Kino umdreht. Und meine Langeweile kommt so garnicht auf. so abwesend ist sie in diesem zelt der muse. der schneckenbewegung. ich meine, im geist der schnecke. was haben wir da zwischen uns gestellt? So kleine häppchen. gut verdaubar. verhandelbar. ein paar stücke trauma und seife. ein paar seidene fäden daran geknüpft. komplizierte knoten, die sich wie von geisterhand lösen. aber ich spreche schon wieder in symbolen, sag ich, in rätseln. in meinen verästelungen. ich verhasple mich in der zierde. dem wandschmuck. und ich weiß nicht, kannst du mir noch folgen in diesem ganzen repertoire der tarnmäntel. in diesem musealen kontext? und schon stolpere ich wieder hinein in eine allgegenwärtigkeit, eine nanosekunde lang, bevor ich das austausche und wieder was erklären will. du sagst: lass mich staunen. oder der raunende brunnen, der märchenerzähler. worüber möchtest du staunen? bilder zupfen? in deinem sammeln verschachtelte wahrheiten enträtseln. oder stellst du dir dies bebilde auf den kamin. fängst es ein? Ich habe gehofft, du kannst mir sagen, was darin ist. vielleicht schleicht die katze des nachts vorbei oder der streifen des vollmondscheins erhellt mit dem zimmer auch es. es ist die hoffnung, dass das währt. dass darin etwas enthalten ist, was sich nicht mehr zerteilen lässt in symbole und bilder. dass das irgendwo endet. irgendwo ankommt. dass es irgendwas ist. dass ein pülverchen in seiner reinen form aufbewahrt bliebe. und ich wickle und wickle darum. und ich reiche es dir, die gravuren zu entziffern. das zurückzuführen auf etwas ganzes. vollkommenes. einen runden kreis vielleicht. oder die zahl des goldenen schnitts. das rezept, das leben hervorbringt. vielleicht ist es leer. vielleicht ist es nichts. aber goldene zierde ist darum. und was darum ist, ist darin und so weiter, sagst du, in deinem training: die zettel sagen alles. ob sie gold sagen oder nichts.

again and again

alles beginnt mit einem dämmern. dem anhalten der bilder und aufnehmen der suche. der suche nach der tür. abtasten der wände. der verzettelung hält ein. und ich erwäge dich. ich erwäge die tür. den ausstieg. bin genug geirrt. im kaleidoskop, ich drehe es und schaue hindurch und auf die symbole, die farbmuster. und wer ist es, der da schaut? wer dreht? und auf was? und, was ich sehe, verschwimmt. wie es leise knackt im drehen. und das ganz weich wird und weit. vor der schattenwand, die scherenschnitte. das weicht auf und bekommt spielraum. die bühne wird gigantisch. und die zeit gedehnt. jetzt, flüsterst du. und ich weiß nicht was. und kenne es nicht. das bild des hungers. das rufen. in dem sich alles trifft. aus allen richtungen herkommend dahin führt. wir sind auf dem heimweg einer reise. und wir bauen ab. lassen den ersatz los. die pappe. die watte. was sind wir jetzt? und jetzt? vielleicht noch ein bisschen nackter. ein bisschen häßlicher. so ungeschont. ohne kriegssprache. verteidigung. reaktionen. widerstände. die angriffe gegen unbekannt. in dieser herrenlosen wüste. wo uns zu kühl ist in der isolation und wo wir immernoch verbrennen in der schuld. so lange ziellos und dement. im bild des hungers. und des stopfens. und ich will nicht mehr hassen und drohen und auf der hut sein. und diese langeweile eines uralten umherstreifens. das stoßen an die immerselben wände. das abwehren. wer schaut hier? wer ist im bild? wer dreht? wie lange noch?, fragst du vorsichtig. jetzt, wo der schwindel so groß ist, der nebel so dicht. die räume und mägen so leer. wie lange willst du noch suchen dort? bis die letzte ecke untersucht ist nach resultaten? und ich weiß es nicht, was da wirkt. was so so sanft meine beine hebt, an dieser schwelle, was den weichen wind hinter mir zubläst, mir ein blättlein auf den rücken legt in einem leichten drücken. und ich schaue zurück in irgendein bild. in ein nirgendwo. ich habe mich verlaufen. und du sagst immer das: nichts wirkliches kann bedroht werden. nichts unwirkliches existiert. hierin liegt der frieden gottes. (EKiW) während die kernspaltungen die bilder immerzu verkleinern und immer enger zurren. lass mich dich tragen. während ich in deine augen schaue, welche vom schreck der welt ganz gläsern sind. mio, mein mio. ich habe deiner so lange gewacht. du bist im land der ferne, welches hier ist. und du sagst: ich hatte mich in ein fremdes spiel vertieft. und als du mir nun den goldenen apfel gabst, bin ich durch nacht und tag gereist. wenn du magst ist diese aufgerollte spule ist immer jetzt abgerollt. stehst du jetzt an der schwelle der tür. und sie ist offen. und du leerst dein repertoire, deine hosentaschen an gesammelten beweisen für die wirklichkeit deiner schuld. deiner vergangenheit. schau sie an, ich zeige dir, dass es nur federn sind, welche dieser hauch mit sich nimmt. es ist niemals etwas geschehen ausser deine bilder.

alle macht ist uns gegeben

sandboxalle macht ist uns gegeben. alle würde. ich brauche kein schlupfloch zu finden. wo ich stehe und um mich meine ordnung. ich stehe mitten in all diesem scheinbaren chaos, mit allem zugleich auf der bühne. umgeben von ihm. überall wo ich hinsehe, ist diese wildnis. streife ich hindurch. durch alle werte und ideen. feindschaften legen sich offen. kriege kreiren sich. um zu verpuffen. schau auf mich, sagst du. schau nur auf mich, in alledem. und sieh, wie ich es sehe. es verliert seine ansicht. ich bin rücksichtslos. schaue nur jetzt. mit jetzigen augen. die vergangenheit ist vorbei. und das dreht sich, das dreht sich immer schneller. und diese rohe zeit des krieges, des verteidigens und der grenzen. des ausschließens und abtrennens… des blutes und schmerzes. das ist so alt. so durchgespielt. so viele seiten und positionen da drin. und ich kann dem, wie ich es betrachte immer weniger vertrauen, weil es so vielseitig ist und wechselhaft… also irgendwie bin ich mir selbst da drin immer fremder, je länger ich hinschaue. und in mir ein großes sturmauge der stille. und es spielt noch weiter. wie ein nervenzucken. spielt bis ultimo. und das ist ein durchhalten und ein ausatmen. ich atme diese welt des hasses aus. und sie wird zu abluft. ohne jegliche macht und wirksamkeit. und das ist so reif. reif zu kommen. so reif, den erhalt des krieges in mir, seine gestalt zu übergeben. ich muss hier nichts mehr mitnehmen. kann hier nichts gebrauchen davon. auf den barrikaden der vergebung. der transzendierung. ich bleibe einfach stehen da drin. im größten krieg wie im kleinsten zwist wie in jeder scheinheiligen geste. gleichermaßen. dazustehen und geschehen zu lassen, wie du wirkst und säuberst, wie du nimmst und transformierst. wie das schwere darunter ganz leicht wird. und das starre ganz locker. wie das zusammengehaltene jetzt sanft wird. es ist eine entscheidung getroffen worden. ein vertrauensspruch gesprochen. wir lassen uns nicht spalten, nehmen alles zu uns. alles alles, was von überall her, immer hierher gehört. alles alles, was reif ist, sich zu zersetzen, was ausgelebt ist. und sich aushaucht. was sich wandelt. keine grenzen mehr, keine zurückhaltung. keine ausflüchte. keine reserve. wir sind da drin rücksichtslos. schauen nicht zurück. schauen auf dieses gegenwärtige unheil. und sofort verliert das einzelne darin seine aussage. es ist. steht nebeneinander und tut sich nichts. dieses bild ist eine konfrontation aller bedeutungen. ein chaos. und genauso ist es das paradies, das einfach voll ist. und gefüllt. in dem alles gegeben ist.

diese welt ist ein effekt

und die musik spielt an jedem ort zugleich für dasselbe. die trommeln legen sich zusammen. es gibt da keine ausnahme. alles wird genutzt. alles ist integriert. auch unsere ungläubigkeit. diese welt ist ein effekt. und wir sind grenzenlos in unserer kreativität. wie sehr unsere augen auch verklebt sein mögen von maya-sandstaub, es genügt zu erkennen, dass wir hier träumen. dass dieser traum eine wirkung ist. was auch geschehen möge, wach auf! mitten in der bedrohung dieser welt stehst du in allen welten. in allen zeiten. in allem. jetzt, krieger, stehst du mitten im schlachtfeld der wirkungen. und all das hält an. du bist stabil. du bist gewappnet.

mitten drin

und wieder eine neue gelegenheit, einen angriff zu sehen. in einer trennung zu sein. einer distanzierung. das ausserhalb von mir sehen. ausserhalb von mir zu bekämpfen. zu wiederstehen. verquickt und trickreich ist dieses denken. meine vielen ichs, die nach aussen spähen. in diesem vexierbild. der blindheit. dem blind sein wollen. so will ich der anführer sein und gleichzeitig das schäflein. so will ich buddha sein und gleichzeitig auf dem marktplatz laut schreien. und das wiederspricht sich nur scheinbar. ist in einem topf. mit der mistgabel in der hand auf einen feind gerichtet. ach, diese ganzen halben ideen von mir und dir. diese ansätze. finde den blaubart, sagst du wieder. ich bin es, sage ich. ich habe das gemacht. und da schwirrt der schädel. der ist ganz schön verbeult heute. das angebot für einen kriegsschauplatz ist allerorten. den kann ich in jeder gelegenheit hervorziehen. den schwarzen peter. den blaubart. das böse. nun, das beißt sich hier mal wieder dermaßen in den schwanz. und es bleibt mir nichts anderes übrig, als zu erwägen, dass die quelle des übels grundsätzlich nicht dort sitzt, wo ich sie wahrnehme. die welt tut mir nichts an. ich habe mich wieder verirrt in meiner eigenen sicht. in meiner eigenen auslegung. meinen verstehen. streife durch ein scheinbares chaos der ichs. und jetzt kann ich das aufmachen. die feste sicht. der feste griff, der bereit ist, sich zu lockern. mitten drin stehen zu bleiben, an ort und stelle, und den himmel aufreißen lassen. in jedem jetzt. also immer jetzt. ich gebe das frei. und was geschieht, was durchkommt, ist eine ausnahmslosigkeit. kein ausschluß ist möglich. ich bin an ort und stelle. immer. das idyll ist obligatorisch. ob ich in den schweizer bergen kraxle, oder schwirre in zürich oder bei penny an der kasse. auf der demonstrationsbühne. im kämmerlein. es gibt da kein urteil über die situation. kein vernichtendes. jede stelle ist durch dich so vollständig repräsentiert! und du machst das so gut!

wenn ich sage, dass du heilig bist

darüber schreiben ist immer noch, sich zu entfernen. wie kann ein wort gegenwärtig gelten? wie bleibt es ewig stehen. und das ist immer der gleiche spalt. immer die gleiche entfernung. das entweder oder. ich meine, ich bin das alles. es gibt da keinen widerstand. keinen abstand zwischen mir und allem, was ich sehe, zwischen allem was ist und mir. und dies lässt sich nicht verbildlichen, nicht verwörtlichen. zu schreiben, bleibt der versuch, auf der sicheren seite zu stehen. im sicheren stand. im besseren wissen. nicht zu springen. oh wie fest klammere ich mich an diesen text. an diese sätze. auch wenn das schon nicht mehr trägt. und wie schwer gehen mir die einzigen worte immernoch über die lippen, die stehenbleiben. die tore. wie viel peinlichkeit ist in ihnen. — wie leichter lässt sich sagen, dass du der christus bist, als das ich es bin. und wie leicht es mir fällt, das immer wieder abzuspecken, mit meinem schlichten minimalismus zu radieren. der das löscht. der allen kitsch löscht. der alles entfernt, was unwürdig scheint. der diese bilder umgeht. am ende ist da nur scham und schuld, die noch davor stehen bleiben. die wir immer noch rechtfertigen. an die wir uns immernoch gebunden fühlen. in einer loyalität und konsequenz. einem märtyrertum. und das sehen wir in allem. finden wir in allem wieder. unsere blockierung, hier noch größer und noch weiter zu denken. das zu erwägen. allem widerstand, aller verteidung, liegt ein angriff auf uns selbst zugrunde. dass ich dich verkenne. egal, welcher körper du gerade bist. dass ich dich verliere. und mich zugleich. wo wir immernoch die bilder hochhalten. die täuschungen und illusionen der vergangenheit verwirklichen. zu gewagt wäre es, zu springen. in eine gewissheit, die uns völlig unbekannt ist. in ein vertrauen, welches unendlich ist. zu gewagt. wenn ich sage, dass du heilig bist. dass ich heilig bin mit dir. dass du unglaublich mächtig bist. und ich mit dir. wenn ich sage, dass wir das so was von wissen. es ist fast aberwitzig, mit welcher vehemenz wir uns sträuben. ich mich sträube. in einem abschütteln aller ewigen gedanken. aller heiligen gedanken. aller mystik. um auf dem teppich zu bleiben. welcher teppich? dieser, der gerade sein muster verwandelt, dessen stummer ton eine synfonie wird. wo auch immer ich aufschlage, find ich dich. find ich mich. in allen dingen. in dir. in deinem ist meins. das ist so vollkommen ohne trennung, so kaum erwägbar. aus so großer scheu. aus so großer lächerlichkeit und peinlichkeit. wer bist du? wer bin ich? wenn alle, aber auch alle bilder wegbrechen dürfen. wenn sie zu den trümmer werden, die sie sind. wenn sie nur noch dienen, zu erkennen. dass ich sie machte. dass ich sie zwischen mich und dich stellte. dass ich den raum machte dazwischen. in dem ich mich nun selbst verlaufen habe. und der weg nach hause geht über dich. über jeden von dir.

in allem, was ich sehe

ein stillstand. ein händehalten. ein gleichstand. gleichstehen, das sich ausdehnt. ein stetiges, welches immer mehr durchkommt im geist. hindurch strahlt durch all die gebilde, die komplizierten kontrukte. und an den rändern biegt sich all das seitlich in eine verneigung. in einen sanften knicks, der keine unterwürfigkeit markiert. er ist ein schmunzeln, das in eine obhut verweist. sich vor sich selbst verneigt. ich habe gedacht, dass ich das problem bin. und jetzt fließt das auseinander. wie flüssiges magma. das kocht. in dieser liebevollen sicht. in diesem zurücktreten.